Das rekonstruierte Bahnhofsgebäude

So soll es mal werden

Großer Bahnhof in Glashütte

NOMOS präsentierte am 17.03.05 sein neues Produktionsgebäude: Der Uhrenhersteller hat eine Million Euro in den Umbau des Bahnhofgebäudes vis-a-vis von Lange und GUB gesteckt. Nach gut drei Jahren Planung, unterbrochen von der Flut, und rund einem Jahr Bauzeit wird das alte Bahngebäude für NOMOS zum Haupt-Fertigungs- und Verwaltungsstandort. Nutzfläche: gut 1.200 Quadratmeter. Bislang bezogen sind allerdings erst Erdgeschoss und Keller: Fertigung, Verkaufsabteilung, Qualitätssicherung von NOMOS, bisher alle angesiedelt im Haus Altenberger Straße 36, arbeiten seit Anfang des Jahres im Bahnhof. Die Verwaltung zieht im Mai in den ersten Stock, das Dachgeschoss soll im Sommer fertig werden.

Architekten und Bauingenieure haben beim Umbau nur assistiert: Die Bauleitung und fast alle Ideen hatte ein Künstler, der Düsseldorfer Uecker-Schüler Klaus Schmitt. Mit sicherem Gefühl für Raum und Licht hat er das Haus kurzerhand um 180 Grad gedreht: Wo einst die Wartehalle war, stehen heute CNC-Maschinen, im Arkaden-Durchgang, wo Zeitungen verkauft wurden, arbeiten Uhrmacher. Der Baukörper wurde im Großen und Ganzen erhalten, auch wenn sich die Außenansicht in wichtigen Punkten doch sehr verändert hat.

Ein Glaskubus auf dem Anbau wird im Mai fertig: Das wird der Konferenzraum und "Kopf" für NOMOS, mit Blick auf Lange & Söhne und Glashütte Original. Die Chronometrie bleibt wie gehabt in NOMOS-Nutzung. Die Altenberger Straße wird untervermietet an Lange & Söhne.


NOMOS konstruiert und baut seine Werke nun selbst

Die Produktionstiefe - also das, was der Hersteller an Werken und Uhren selbst macht - wurde immer weiter gesteigert. Hatte man im Jahr 1992, als die ersten Uhren fertig wurden, noch mit Schweizer Werken gearbeitet, so werden heute gut 80 Prozent der Arbeit am Werk in Glashütte geleistet.
Das neue NOMOS-Werk alpha

Fachautor Kurt Herkner und GHUL-Chef Torsten Mischke beim Fachsimpeln

Statt Rohwerke einzukaufen und diese zu verfeinern, konstruiert und baut NOMOS jetzt eigene Werke in Glashütte: Mit der Einführung des neuen Automatikwerks wurden auch die NOMOS-Handaufzugswerke auf Eigenproduktion umgestellt.

Dafür wurden Ingenieure, Werkzeugbauer, Uhrmacher eingestellt und neue Maschinen gekauft. Spezialitäten wie Dreiviertelplatine und Glashütter Gesperr sind heute serienmäßig.

NOMOS steigt damit in der Hierarchie der Uhrenhersteller zur Manufaktur auf. In dieser Liga wird das Unternehmen mit ihrem „TANGOMAT“, der erste NOMOS-Automat im leicht erhöhten und vergrößerten Gehäuse des Klassikers Tangente mit Saphirglasboden, für neuen Wind sorgen. Mirko Heyne aus Bannewitz ist der Konstrukteur des ersten eigenen NOMOS-Werkes. Einige Roh-Teile wie die Unruh, Schrauben und Rubine stammen noch von Zulieferern, die übrigen fast 200 Teile werden in Glashütte produziert. „War unser erstes Uhrwerk noch ein adoptiertes aus der Schweiz, ist das jetzt ein waschechtes sächsisches Kind“, sagte Marketingchef Jan-Hendrik Montag dazu.
Die Tangomat-Testuhr


Unter Anleitung einer NOMOS-Mitarbeiterin setzt GHUL-Chef Torsten Mischke ein neues Alpha-Werk zusammen

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